Nr. 11- Warum Wissen nicht reicht – wie dein Mindset über deine Gesundheit entscheidet mit Stefan Liebezeit
Shownotes
In dieser Folge erfährst du:
- warum viele Menschen trotz Wissen nicht ins Handeln kommen
- welche Rolle dein persönliches „Warum“ für langfristige Veränderungen spielt
- wie das Longevity-Now-Konzept aufgebaut ist (Bewegung, Ernährung, Gemeinschaft, Mindset)
- warum mentale Energie und Alltagstress die Umsetzung beeinflussen können
- welche Bedeutung Sinn (Purpose) und Resilienz für die Gesundheit haben können
- wie Ernährung, Entzündungsprozesse und Energielevel zusammenhängen
- warum Routinen und Gewohnheiten entscheidend sind
- welche Rolle ausgewählte Mikronährstoffe im Kontext von Gehirngesundheit v.a. bezogen auf den Hippocampus diskutiert werden
3 Impulse von Stefan für dein „Warum“:
- Formuliere dein Warum klar und konkret (am besten in einem Satz)
- Integriere dein Warum bewusst in deinen Alltag (z. B. über Routinen)
- Teile dein Warum mit anderen, um Unterstützung zu stärken
Zu Gast: Stefan Liebezeit Longevity Mentor | Speaker | UPGRADE LIVES 📩 hello@stefanliebezeit.de Instagram: https://www.instagram.com/stefan.liebezeit?igsh=dG9tMHV0cG1oMDg5
Bücher von Stefan Liebezeit:
📘 Bewegung & Training: „Men’s Health Best Body Training“ https://motorbuch-versand.de/shop/50953-men-s-health-best-body-training 📘 Mindset & persönliche Entwicklung: „Unterwegs auf dem Olavsweg“ https://motorbuch-versand.de/shop/51023-outdoor-reise-wandern-in-norwegen-unterwegs-auf-dem-olavsweg
Uta Pittino: Instagram: https://www.instagram.com/utapittinolongevitymastery/ Linkedin: https://www.linkedin.com/in/uta-pittino-b53a2269/ Mail: info@uat-pittino.de
Mehr Infos zu Longevity und Coaching findest du unter https://www.uta-pittino.de
⚖️ Disclaimer Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Individuelle gesundheitliche Fragestellungen sollten stets mit qualifizierten Fachpersonen (z. B. Ärzt:innen oder Therapeut:innen) besprochen werden. Aussagen zu Ernährung, Bewegung, Mikronährstoffen oder Lebensstil beziehen sich auf allgemeine Zusammenhänge und stellen keine Heilversprechen dar.
Transkript anzeigen
00:00:01: Sprecher 1 Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge in meinem Podcast. Ich freue mich sehr, dass du auch heute wieder eingeschaltet hast. Heute habe ich mir wieder einen Gast eingeladen und wir sprechen über das sehr spannende Thema Mindset. Herzlich willkommen, Stefan Liebezeit! Schön, dass du dir Zeit genommen hast. Ich freue mich sehr, dass du heute dabei bist. Stefan, ich würde vorschlagen, du stellst dich doch einfach mal selber vor. Dann wissen wir auch, wer du bist und was du alles so machst.
00:00:31: Sprecher 2 Ja, also vielen Dank erstmal für die Einladung zum Podcast, freue mich, dabei sein zu dürfen. Ja, mein Name ist Stefan Liebezeit, ich selber bin von der Grundausbildung, wie man so schön sagt, Diplom-Sportlehrer für Breiten- und Wettkampfsport, habe dann sehr lange in dem Feld Personal Training gearbeitet, über 16 Jahre mit eigenen Studios, habe aber irgendwann gemerkt, irgendwas fehlt mir, also da sind noch so ein paar Komponenten im Bereich Gesundheit und Lebensspanne, Gesundheitsspanne, die mir fehlen, und bin dann ins Longevity Mentoring gewechselt. Das ist eigentlich auch so meine Begeisterung. Also ich sag immer, ich bin so Longevity-Enthusiast, und das lebe ich jetzt und freue mich eben, über das Thema reden zu dürfen.
00:01:14: Sprecher 1 Ja, super. Also da haben wir zwei auch viele Gemeinsamkeiten, und ich finde, dass du auch früher schon sehr longevity-mäßig gelebt hast oder es auch umgesetzt hast. Ja, meine erste Frage wäre vor allen Dingen jetzt erstmal, wir wissen ja heute unglaublich viel über Gesundheit, ja, die Medien berichten deutlich mehr über das Thema Gesundheit, Longevity, aber trotzdem ist es ja so, dass es bei vielen doch sehr an der Umsetzung scheitert. Was ist da deiner Meinung nach der Grund, warum es so schwer ist, gesunde Routinen in den Alltag umzusetzen?
00:01:54: Sprecher 2 Bin ich voll bei dir. Ich sage immer so schön, gerade mein Vorträgen, wir haben kein Informationsproblem, sondern wir haben sozusagen eine Umsetzungsherausforderung. Das ist das große Thema, um es mal positiv zu formulieren. Wenn wir es jetzt wüssten, dann würde ich sagen, sähe unsere Gesundheit, unser ganzes Gesundheitssystem wesentlich anders aus. Das darf man jetzt schon mal so sagen, weil ja, wie schon auch wir außen, außerhalb sehen können, ne. Also egal, ob das die Medizin ist, ob das die Forschung ist, auch die Longevity-Forschung, ob es all die Erkenntnisse sind, die wir haben. Jede Minute, jede Sekunde haben wir neues Wissen generiert. Und den Menschen scheitert es nicht an Wissen, was ist gesunde Ernährung, was ist gesunde Bewegung, sondern es ist halt eben diese Umsetzung. Und genau darum geht es mir auch heute, das rüberzubringen, was wir machen können. Und das ist das, wo ich glaube, wir den höchsten Hebel haben. Wirklich was zu bewegen in unserem System.
00:02:55: Sprecher 1 Ja, absolut. Du hast ja selber ein Programm entwickelt, das Longevity-Now-Modell. Ja, was steckt denn dahinter und was unterscheidet es von, sage ich mal, klassischen Konzepten im Bereich Prävention oder auch Longevity?
00:03:13: Sprecher 2 Also mein Longevity-Now-Konzept ist im Prinzip Konzept, was ich über die letzten, wenn ich es richtig nehme, 40 Jahre entwickelt habe, mit all den Erfahrungen, Beobachtungen. Und ich sage immer, ich platziere mich mit diesem Konzept genau zwischen diesen Beobachtungsstudien, die wir in den blauen Zonen, also in den Blue Zones, haben, und der ja schon sehr teilweise extrem oder intensiven Forschung. Und wenn wir dort Namen hören wie Brian Johnson oder Professor David Sinclair, wir haben ja da wirklich absolute Experten, dann versuche ich mich da in der Mitte zu platzieren, sag auf der einen Seite die Erfahrung weil die ist definitiv da. Und auf der anderen Seite die Forschung. Und Longevity Now heißt letztendlich nichts anderes als Longevity, was jetzt machbar ist, also wirklich eine Maßnahme bzw. Konzepte, die jetzt wirken und mit der wir jetzt an der Healthspan arbeiten können und nicht erst in 10, 20 Jahren.
00:04:09: Sprecher 1 Ja, absolut. Das ist auch so, was hinter meinem Konzept ja steht, ne. Welche Säulen hast du denn so in in deinem Konzept vertreten? Also worauf gehst du in deinem Konzept spezifisch ein? Du hast mir ja schon im Vorgespräch erzählt, vor allen Dingen die artgerechte Ernährung, artgerechte Bewegung, was ja auch in meinem Konzept wirklich mit verankert ist, weil das ist ja auch die Basis. Genau. Und dann hast du ja auch noch eine sehr starke Säule, die ja auch sehr wichtig ist, dass die Säule Mindset. Ich finde es einfach super spannend, wenn du uns darüber auch mal einiges erzählst, was hinter dieser Säule Mindset Da vielleicht noch mal zu den Säulen.
00:04:53: Sprecher 2 Es ist letztendlich so, ich habe mich da sehr stark eben an den Erkenntnissen aus den Blue Zones orientiert, und mich hat das damals absolut beeindruckt. Das ist ja schon Jahrzehnte her, als diese Forschung begonnen hat, dass halt eben die führenden Forscher in diesem Bereich gerade die Bewegungsstudien durchgeführt haben, dass sie geschaut haben, was sind die Verbindungen zwischen diesen Blue Zones und was sind die Gemeinsamkeiten. Und am Ende hat Dan Büttner vor allen Dingen dann hat herausgearbeitet, dass es auf 4 Säulen beruht, oder eher in Kreisen dargestellt. Und ich fand das gut, aber habe festgestellt, das versteht hier in Deutschland einfach niemand, und die wenigsten können was damit anfangen. Und dann habe ich die Säulen für mich noch mal aufgestellt, und es sind letztendlich genau artgerechte Bewegung, artgerechte Ernährung, Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Und letztendlich das verbindende Element, der Kleber da zwischen all den Säulen, ist halt die Säule Mindset und Sinn. Und ja, die bedeutet eben nichts anderes, dass es wichtig ist, nach diesem Warum, Ikigai, oder es gibt ja verschiedene Begriffe, zu suchen und daran zu arbeiten, sein Warum, sein Why zu finden. Und das ist eben diese Säule Mindset und Sinn.
00:06:07: Sprecher 1 Okay, genau, diese Rolle Why, oder was spielt eigentlich diese Rolle Why, wenn es darum geht, gesunde Gewohnheiten wirklich langfristig auch durchzuhalten, vor allen Dingen auch langfristig umzusetzen? Zusetzen?
00:06:22: Sprecher 2 Das ist eine sehr, sehr gute Frage, und mittlerweile ist die, würde ich sagen, auch schon gut bearbeitet und abgearbeitet worden, auch in der Forschung, das heißt auch in der Psychologie. Und was wir wissen, ist sowohl aus Beobachtung, auch aus der Forschung raus, dass wenn Menschen halt ein starkes Warum haben, also wenn sie ein ganz klares Warum haben, dass sie mit Problemen oder dem Wie viel, viel besser umgehen können. Im Coaching gibt es auch diesen schönen Begriff: Wer ein starkes Why hat, für den ist jedes Wie einfach. Das heißt, wenn mal widrige Umstände sind, zum Beispiel, beispielsweise ich möchte eine Bewegungsroutine einführen, aber niemand um mich herum unterstützt mich, ist es ständig schlechtes Wetter, oder sind alles Dinge, die mich mehr oder weniger behindern, also das Wie passt nicht, dann werde ich eine Lösung finden, weil mein Warum halt sehr, sehr stark ist. Und das können wir dann immer wieder feststellen, dass auch Menschen, die eben in diesen widrigen Bedingungen leben, durch ein starkes Warum dranbleiben und vor allen Dingen langfristig dranbleiben. Und das wissen wir ja gerade im Bereich Longevity. Es geht ja jetzt nicht um Kurzzeitintervention, sondern all das, was wir tun, zahlt ja auf Dinge ein, die wir jahrzehntelang umsetzen, um eben die berühmte Healthspan zu verlängern.
00:07:41: Sprecher 1 Absolut. Ich sehe das ja auch schon seit Jahren bei mir in der Praxis, in der Zusammenarbeit mit Patienten, aber auch halt mit Kunden, dass dieses Warum doch nicht so stark ausgeprägt ist bei vielen. Ja, also was, was ich damit meine, ist, dass ich doch immer noch merke, dass viele eine schnelle Lösung haben wollen, schnelle Ergebnisse. Und das funktioniert ja in der Longevity-Medizin oder auch funktionellen Medizin nicht. Ein Professor hat damals immer so nett gesagt, Funktionelle Medizin ist Mitmachmedizin und ich finde, das gehört ja auch absolut in diesen Bereich Longevity. Also es gibt leider nicht diese Wunderpille, die alles löst, sondern wir müssen ja auf diese Bereiche eingehen, wie du ja schon gesagt hast: artgerechte Ernährung, artgerechte Bewegung und so weiter. Was gibt es denn für Maßnahmen, dieses Why zu stärken? Also ich denke mal, eine Sache ist vor allen Dingen auch das Thema Wissen, es zu verstehen. Wie siehst du das? Was, was Was bedeutet für dich noch dieses Why? Oder was steht hinter diesem Begriff Why?
00:08:50: Sprecher 2 Also, ich versuche immer, mit Bildern zu arbeiten, weil ich spüre, dass die Menschen das einfach besser verstehen. Und letztendlich, wenn wir diese zwei Sachen, mit denen wir heute auch gestartet sind, also Wissen und Umsetzung, die stehen sich ja letztendlich gegenüber, sehen, dann ist das Why eigentlich der Mediator in der Mitte. Das ist so der Übersetzer. Und ich war jetzt am Freitag auf einem Vortrag, und da hatte ein geschätzter Kollege noch mal ein ganz gutes Zitat oder Begriffe gebracht von Vera Birkenbihl, die, denke ich, die meisten Zuschauer kennen. Und sie spricht ja immer von Gehirnbesitzern und Gehirnbenutzern, und ich glaube, das ist ein gutes Bild. Also Wissen, haben wir festgestellt, haben wir genug, ne? Also jeder Mensch besitzt ein Gehirn, und das ist nett, aber die Frage ist, benutzen wir es? Also setzen wir die Dinge halt um? Und das Why ist sozusagen der Mediator, der es schafft, aus diesen tausenden Informationen, die wir haben, das ganze Wissen, was wir über Social Media und Co. aufsaugen, dann wirklich in die Umsetzung zu bringen. Und deswegen würde ich sagen, es platziert sich dazwischen und ist halt wirklich so ein Übersetzer, Mediator, der dafür sorgt, dass wir eben ins Handeln kommen.
00:09:59: Sprecher 1 Was ist denn deiner Meinung ein Grund, warum dieses Why nicht wirklich funktioniert bei den meisten Menschen?
00:10:05: Sprecher 2 Also Es ist eine sehr gute Frage. Meine persönliche Meinung, aber auch einfach aus den Jahren jetzt des Coachings und Mentorings, ist es so, dass die meisten Menschen eben in ihrem Alltagsstress, wie man so schön sagt, einfach gar nicht die Zeit haben, darüber nachzudenken, bzw. auch nicht die Muße haben, das Ganze zu machen. Normalerweise geht man zum Beispiel im NLP davon aus, haben wir alles in uns, was wir brauchen, um glückliches und erfülltes Leben zu finden. Und ich bringe da mal dieses schöne Beispiel. Es gab mal so eine Anekdote, dass man Michelangelo interviewt hatte, wie er den David geschaffen hat, und er sagt, er, ich habe gar nichts gemacht, ich habe nur die Sachen entfernt, die überflüssig sind. Und so ist das auch. Wir sind, glaube ich, nicht bereit, sozusagen uns mit unserer Tiefe zu beschäftigen und wirklich in den Kern vorzudringen, weil wir somit mit oberflächlichen Dingen beschäftigt sind und gar nicht wollen, oder vielleicht haben manche Menschen auch Angst davor, ihr Why zu ergründen. Und das ist so ein Thema, wo ich sage, daran scheitert es oft, ne. Wir schieben alle anderen Dinge vor, aber wir sehen halt unter anderem in den Blue Zones, aber auch in ganz, ganz vielen Lehren, ob das jetzt der Hinduismus ist, der Buddhismus, dass das ein ganz zentrales Thema ist.
00:11:23: Sprecher 2 Das hat eine andere Begrifflichkeit, aber am Ende läuft es alles auf dieses Why raus?
00:11:30: Sprecher 1 Ja, also da kann ich dir auch absolut nur zustimmen, weil ich stelle mir manchmal auch die Frage, auch in der Praxis, ist es auch vielleicht auch so ein Thema, dass vielleicht auch diese Energie gar nicht mehr da ist. Ja, wir arbeiten ja schon, ich in der Praxis, aber auch Mentoring, du ja genauso, mit Menschen zusammen, die ja zu uns kommen, dass wir ihnen sozusagen helfen, sie unterstützen. Wieder in die Energie zu kommen, ja, einen Weg zu ebnen, und ja, dass sie letztendlich diese gesunden Routinen auch umsetzen. Mein Eindruck ist immer, dass viele dann doch in so einem Hassel drin sind. Du hast es ja schon erwähnt, dieser Alltag, aber vielleicht auch rein von der Biologie her dieses System, was Energie produziert, schon gar nicht mehr optimal läuft. Jetzt mal ein bisschen biologischer erklärt, ja, zum Beispiel stille Entzündung ist ja ein Thema, zieht ja wahnsinnig viel Energie. Vielleicht auch die mitochondriale Aktivität ist nicht mehr optimal. Oder wir haben zum Beispiel Dysbiosen im Darm, die dafür oder dazu führen, dass wir auch Nährstoffe nicht mehr gut aufnehmen oder auch Neurotransmitter nicht gut gebildet werden und so weiter. Hat das vielleicht auch einen Grund? Oder, oder ich sehe es oft immer oder denke es mir so, kann das ja auch ein Grund sein, warum dieses Why vielleicht auch gar nicht richtig funktioniert?
00:12:56: Sprecher 1 Funktionieren kann, weil die Basis nicht da ist, die Energie nicht da ist.
00:12:59: Sprecher 2 Ja, absolut. Man muss auch immer sagen, wenn wir jetzt das Thema Ernährung nehmen, das Thema Bewegung, Training, das ist natürlich wissenschaftlich viel, viel greifbarer eben als dieses Why und viele psychologische Effekte. Aber ich bin definitiv der Meinung, dass gerade eben die stillen Entzündungen, die Silent Inflammations, mit denen ja, wenn wir die Werte anschauen der Menschen, allein dieser Fakt, was viele nicht wissen, 9 von 10 Menschen leiden unter dem Omega-3-Mangel. Das heißt, sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie eben stille Entzündungen haben. Und wenn wir jetzt davon ausgehen, der Körper brennt innerlich, ist unser Körper permanent beschäftigt, wenn wir wieder an diesem Bild bleiben, Brände zu löschen. Das heißt, er hat gar keine Zeit, sich beispielsweise um Philosophie bzw. eben diese höheren Themen sich damit zu beschäftigen.
00:13:49: Sprecher 1 Ja, genau. Und vor allen Dingen halt dann auch dieses Thema Erschöpfung, ja, das einfach die Energie nicht da ist, die Sachen umzusetzen. Und meine Erfahrung ist auch in der Praxis, zum Beispiel dieses Thema Ernährung, das ist ja auch schon sehr, sehr sensibel. Also ich merke immer, ja, wie emotional die Leute mit Ernährung verbunden sind. Unsere Empfehlung ist ja auch gerade bei der artgerechten Ernährung, dass wir halt gewisse Routinen ja auch mal durchbrechen, Lebensmittel rausnehmen aus der Ernährung und Das ist für viele schon dann doch die nicht so einfaches umzusetzen, weil sie es vielleicht auch für ihre emotionale Stabilität auch immer benötigen. Zum Beispiel die Breze am Morgen mit Butter oder halt auch die Marmeladensemmel. Wie ist denn da so deine Erfahrung mit deinen Kunden und Kundinnen im Mentoring?
00:14:43: Sprecher 2 Ja, ja, absolut. Also ich meine, warum sollte man etwas verändern, was bequem ist? Da reden wir immer von der sogenannten Komfortzone. Und ich möchte noch mal einen Punkt zurückspringen, auch da bin ich voll bei dir. Diese, wenn wir über diese Energielosigkeit sprechen, dann haben wir beispielsweise Dr. Michael Nils, der halt auch immer von dieser mentalen Energie spricht, ne, und die in Zusammenhang bringt mit dem Hippocampus. Und meiner Meinung ist das eins der größten Themen, dass wir halt einfach mental erschöpft sind. Genau, diese mentale Erschöpfung, die ja mittlerweile sich auch wissenschaftlich irgendwo greifen lässt. Und das ist ein Riesenthema, und die Ernährung ist ein Baustein, also einer in meinem Konzept von 4. Und ich bin da mittlerweile eigentlich relativ rigoros, dass ich sage, wenn es um das Thema Ernährung geht, ich will die Büchse der Pandora gar nicht groß aufmachen und diskutieren, was ist jetzt gut, vegan, Carnivor, was auch immer, sondern es ist so einfach. Wir müssen einfach nur schauen, was haben wir gemacht, um zum Homo sapiens zu werden. Und wenn wir Was wir durch die Archäogenetik vor allen Dingen können, und durch die Evolutionsmedizin haben wir jetzt die Tools zurückzuschauen und können wirklich aufgrund— das ist ganz interessant— von Kot, den wir finden, der 100.000 Jahre alt ist, können wir sehen, wie haben wir gelebt, was haben wir gegessen.
00:16:01: Sprecher 2 Und es ist so simpel, es ist teilweise so, so simpel. Und die Grundkonzepte sind für mich vor allen Dingen halt auf die Basis zu achten, auch wieder Ballaststoffe Und vor allem ganz, ganz wichtig, dieser englische Begriff Time-Restricted Eating, also Essenspausen einzustellen. Das ist meiner Meinung nach einer der Hauptfaktoren, die für diese Entzündung zuständig sind, weil wir permanent Essen zuführen, gar nicht mehr in die Autophagie kommen, und dann einfach, weil wir auch das Falsche essen und das Essen leer ist, dann diese Entzündung haben.
00:16:33: Sprecher 1 Ja, total, das so recht. Und wir haben ja extrem hohe Mahlzeitenfrequenzen und Und auch dieses Beispiel aus der Evolutionsmedizin. Ich erkläre es dann auch immer gerne so, damit letztendlich die Menschen sich das auch vorstellen können. Ich sage dann immer: Stellen Sie sich vor, Sie leben noch in der Höhle, ja, im Wald, und Sie ernähren sich von den Dingen, die Ihnen die Natur zur Verfügung stellt. Ja, und ich denke, das ist ein ganz wichtiges Bild. Ja, und dann fangen Sie auch dann an zu überlegen: Ja, stimmt, man isst ja dann Kräuter, Wurzelgemüse, Gemüse, Pilze, Beeren. Dann haben wir vielleicht einen Fluss oder Meer oder einen See in der Nähe, also halt viel diese Sachen wie Meeresfrüchte, Fisch und so weiter. Und ich finde, das ist immer ein ganz schönes Bild auf jeden Fall, dass man bauen kann, um sozusagen den Menschen zu erklären, worum geht's denn in der Nahrung, ne, und nicht darum, Welche Nährstoffe kann ich noch nehmen, und um meine Gesundheit zu optimieren, sondern dass wir erstmal wieder zurückgehen zur cleanen Ernährung. Du hast ja auch schon das Thema Ballaststoffe angesprochen, halt eine letzte Podcast-Folge ging ja auch darum. Und wir wissen ja einfach mittlerweile schon anhand vielen Untersuchungen und Studien, wie wichtig einfach eine ballaststoffreiche Ernährung ist und dass mindestens 30 g Ballaststoffe ja gegessen werden, nicht nur um eine gute Verdauung zu haben, sondern halt auch um gewisse Bakterien zu füttern, die uns einfach sehr gute Stoffe produzieren, zum Beispiel das Butyrat, also die kurzkettigen Fettsäuren.
00:18:14: Sprecher 1 Und die Ernährung, die wir ja heute haben, ist ja einfach, wie du auch gemeint hast, einfach leer. Wir haben wenig Ballaststoffe drin, wir haben wenig Nährstoffe drin, also die wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und so weiter, die ja unser Körper braucht, um vor allen Dingen Hormone herzustellen, Neurotransmitter, und die auch unser Immunsystem vor allen Dingen kennt, ne. Und das, was wir essen, ist ja letztendlich auch was, was unser Immunsystem nicht wirklich kennt und dadurch halt auch diese stillen Entzündungen fördern kann. Ja, es ist ein Riesenthema, da können wir wahrscheinlich auch noch 5 Stunden drüber reden, Stefan.
00:18:50: Sprecher 2 Riesengroß. Was ich halt immer wieder feststelle, und da finde ich faszinierend beispielsweise, dass Forscher wie Jared Diamond da sehr stark in den indogenen Völkern unterwegs ist. Und das dürfen wir auch nicht vergessen, selbst wenn man nicht daran glaubt, Homo sapiens und an die Evolution. Aber wir haben ja immer noch Jäger- und Sammlerkulturen, die wir beobachten können, die natürlich vielleicht nicht mehr ganz genauso leben, aber ähnlich wie vor 200.000 Jahren. Und da sieht man, dass, wenn wir jetzt mal westliche Bildung heranziehen, Bildung, wie wir sie verstehen, nichts mit Gesundheit zu tun hat, sondern eher im Gegenteil, diese wie wir oft sagen, ungebildeten Jäger- und Sammlerkulturen, die leben total gesund, die kennen keine Infektionskrankheiten, die kennen keine Diabetes und Co. Und wir westlichen Menschen, die sich irgendwo für die Spitze der Evolution halten, wir sind die, die am kränkesten sind und in jeglicher Statistik, was Krankheit angeht, führen.
00:19:48: Sprecher 1 Vor allen Dingen die nichtinfektiösen Erkrankungen, ja, die sind ja, da gibt es ja auch genug Daten zu, 80%, ich sag's mal einfach ausgedrückt, hausgemacht, ja. Aufgrund des Lebensstils, Ernährung, Bewegung, auch soziale Kontakte, dann auch dieses Thema Sinnhaftigkeit, ja, also Purpose im Leben. Und da würde ich nämlich jetzt auch gerne schon umschwingen zu dem Thema Sinn, Purpose. Da sprichst du ja auch viel drüber in deinen Vorträgen. Welche Verbindung siehst du zwischen Sinnhaftigkeit, unserem Gehirn, vor allen Dingen speziell dem Hippocampus, und auch langfristiger Gesundheit?
00:20:28: Sprecher 2 Ich sehe da einen sehr engen Zusammenhang. Man muss natürlich sagen, da sind die Forschungen oder die Wissenschaft, ist es noch ein sehr neuer Zweig, mit dem man sich zumindest jetzt bei uns in der westlichen Medizin oder Forschung beschäftigt. Es gibt halt so ein paar Vorreiter. Ich hatte ja den Namen Dr. Michael Niels schon ja erwähnt, gibt aber auch einige andere, die in der Richtung forschen. Und was wir erstmal sehen, und das darf man ja auch sagen, dieses Warum, dieses Why, der Sinn des Lebens, ist ja nichts, was wieder aus dem englischsprachigen Raum kommt oder aus dem deutschsprachigen, sondern das ist kulturell weit verbreitet. Und beispielsweise, wenn wir die Blue Zones sehen, im spanischsprachigen Raum ist das der Plan de Vida, im Japanischen ist es das Ikigai, oder im Englischen sagt man eher eigentlich dieser Purpose of Life. Genau, also es überschneidet sich letztendlich alles. Und das zentrale Element ist halt, dass man beobachtet— also momentan sind ja noch viele Beobachtungsstudien— dass man sieht, dass Menschen, die dieses starke Warum haben, einfach nicht nur länger leben, darum geht's ja nicht, sondern eben gesünder leben. Und was wir jetzt sehen, ist, dass es anscheinend, anscheinend einen Zusammenhang gibt mit der Größe und der Entwicklung des Hippocampus.
00:21:44: Sprecher 2 Das heißt, dass Menschen, die ein sehr starkes Warum haben, dass man messbar sehen kann, dass der Hippocampus gut, also eine gute Größe hat, vielleicht sogar wächst, und das eben vor allen Dingen diese, sagt, hippocampale Neurogenese, dass die funktioniert, also diese Erneuerung, diese ständige Erneuerung, dass die am Laufen gehalten wird. Und dass die beim Menschen, das ist nur ein Zusammenhang, und noch können wir es nicht 100% beweisen, aber er ist sichtbar, dass es diesen Zusammenhang gibt zwischen der Hippocampusgröße und dem Sinn im Ja, letztendlich könnte man ja auch darüber, über den Sinn, Purpose, ja auch ableiten, ja, Stress.
00:22:26: Sprecher 1 Und man weiß ja mittlerweile, dass der Hippocampus ja sehr empfindlich auf erhöhten Stress reagiert. Und Studien zeigen ja, dass da halt es auch zu so einer Hippocampus-Atrophie kommen kann. Und magst du uns dazu auch noch mal ein bisschen mehr erzählen, so diesen Zusammenhang zwischen Purpose und Stress?
00:22:49: Sprecher 2 Also gerne. Es ist ja, wie du schon gesagt hast, ist das was, was wir relativ intensiv schon geforscht oder beforscht haben und wo es genug Ergebnisse gibt, dass man eben sagt, wenn wir Stress haben und bestimmte Stresshormone ausschütten, weil das ist ja nicht so, dass es primär an dem Stress liegt, sondern eben wieder das, was der Stress im Körper auslöst und was dann im Prinzip auf den Körper einwirkt bzw. auf dem Hippocampus einwirkt. Und da sehen wir halt, wenn die ja, letztendlich die Dinge, die mit Stress in Korrelation stehen, auf den Hippocampus wirken, dann kommt es eben zu einer Schrumpfung des Hippocampus. Und wenn der Hippocampus schrumpft, auch das können wir wieder sehen, dann haben wir beispielsweise Effekte wie neurodegenerative Erkrankungen, ganz weit voran eben Alzheimer-Demenz. Und das ist ja das Erschreckende, dass wir auch da die Zahlen jetzt einfach schwarz auf weiß haben und sagen müssen, das sind, wie du schon gesagt hast, nicht ansteckende Krankheiten, oder wie wir sagen, Zivilisationskrankheiten, die in einer Rasanz wachsen, wo einem schwindlig wird. Und ja, wie schon gesagt, es gibt halt diese Beobachtung gerade bei Autopsien, wo man halt wirklich feststellen kann, Menschen mit Alzheimer, mit Demenz haben unter anderem halt einen kleineren Hippocampus.
00:24:10: Sprecher 2 Und auch noch viele andere Sachen, die wir jetzt feststellen. Und es gibt, wichtig auch noch mal an der Stelle zu sagen für alle Zuhörer, nicht diesen einen Grund für diese neurodegenerativen Erkrankungen, aber wir können viele Zusammenhänge herstellen.
00:24:24: Sprecher 1 Ja, und da schließt sich ja auch wieder der Kreis, ne. Die Schrumpfung des Hippocampus wird ja auch in Studien untersucht, dass da ja auch ein Zusammenhang assoziiert wird mit den stillen Entzündungen. Ja. Und da denke ich, gibt es auf jeden Fall noch viel zu tun in Zukunft, dass wir halt versuchen, dass wir diese Erkrankung doch irgendwie versuchen aufzuhalten. Ja, ich würde jetzt noch mal so Richtung diesem Thema Why gehen. Warum hilft uns ein starkes Why, also ein starkes Warum, auch unbequeme, aber auch gesunde Entscheidungen durchzuhalten? Also Was setzt du in deiner Arbeit dabei explizit um, dass deine, ja, Mandanten, Mandanten sage ich schon Quatsch, deine Kunden halt auch wirklich dranbleiben und du bei ihnen dieses Why auch stark, einfach gesagt, förderst?
00:25:20: Sprecher 2 Also du hast gerade auch noch einen ganz interessanten Begriff gebracht. Wir werfen ja immer damit rum, dass wir sagen, als in der Therapie sprechen wir von Patienten, bei vielen Berufsgruppen sprechen wir von Kunden, und im Personal Training bei Klienten. Auch da sehe ich das so, das ist ein Stück Mindset, wenn wir das schon mal umswitchen, und wir reden ab jetzt, dafür würde ich mich einsetzen, von Gästen, na, weil ein Gast behandelst du schon mal ganz anders. Und wenn man dann sagen, okay, was mache ich da mit meinen Gästen? Longevity Mentoring, das ist, sagen, erste Fragestellung ist ja, warum brauchen wir dieses Warum? Und das, was ich halt gezeigt hat, und das auch bei meiner Meinung nach sehr intelligenten Menschen, und wenn wir beispielsweise jetzt Friedrich Nietzsche sehen, oder auch Viktor Frankl, einer der ganz großen Psychologen der Wiener Schule, die haben sich intensiv mit diesem Warum beschäftigt. Und von beiden kommt ja dieser, dieses schöne Zitat: Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie. Und was wir da wirklich in der Praxis sehen können, und nicht nur vor allen Dingen am Beispiel von Viktor Frankl, der ja das Konzentrationslager überlebt hat und hat es in seinem Buch beschrieben, für ihn war der Grund, warum er überlebt hat, eben sein Warum.
00:26:30: Sprecher 2 Gibt es genug andere Beispiele, dass Menschen in extremen Situationen, ja, vor allen Dingen wenn sie isoliert waren, auch gibt es ja diese Zusammenhänge, Nelson Mandela und viele, viele andere, dass man in den Gesprächen, in den Interviews im Nachhinein immer wieder feststellen kann, das, was alle verbindet, diese Menschen, es ist logische Schlussfolgerung, keine Zahlen, Daten, Fakten, sieht man, die haben dieses Warum gehabt. Und jetzt geht es halt als allererstes darum, im Longevity Mentoring dieses Warum zu ergründen. Und ich denke, ergründen ist auch das beste Wort, wenn wir wieder an diese Michelangelo-Analogie denken. Also das heißt, ich will das mit den Leuten nicht sozusagen erarbeiten, sondern ich will es rausarbeiten, weil es steckt ja schon in den Menschen drin. Und dann ist wirklich eins der ersten Ziele, rauszufinden, was ist dein Warum Also warum tust du den Job, den du tust? Warum gehst du den Hobbys nach, die machst du? Und was ist dein Warum? Weil das am Ende eine Art Kompass ist. Und das kann man schon sagen in der Forschung, dieser Kompass, also wenn ich diese Klarheit habe, dann erhöht das meine Resilienz. Also auch Resilienz kann man ja messen. Und Resilienz, eine sehr hohe Resilienz, geht halt wieder in eine Korrelation mit einem normal entwickelten oder größeren Hippocampus.
00:27:51: Sprecher 1 Und vor allen Dingen Stressregulation sowieso, Resilienz und auch wieder stille Entzündung. Ja, genau. Hast du denn für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen 3 Tipps, wo du sagst, da könnten sie dieses Why, Warum stärken oder verbessern?
00:28:08: Sprecher 2 Ja, also erst mal ist natürlich messerscharf formulieren, dass du sagst, auch du schreibst es dir irgendwo hin, von mir aus lass es dir tätowieren. Aber wenn dich jemand fragt nach deinem Warum, und das erlebe ich halt in der Praxis, leider ganz oft, kommt oft ein Gestammel, das ist nicht klar, ja. Oder man braucht 2 Minuten, um zu beschreiben, was dein Warum ist. Und ich bringe es immer an dem Beispiel, die Leute fragen mich dann immer, Stefan, was ist dein Warum? Und mein Warum habe ich mittlerweile auf 2 Wörter reduziert, es ist Upgrade Lives. Also der Grund, warum ich jeden Morgen aufstehe, ist, das Leben der Menschen zum Besseren zu verbessern und zu verändern. Und Das ist eine der ersten Sachen, dass wir dieses Why so weit rausarbeiten. Das wäre so der erste Schritt, soweit schärfen, dass wir es auf einen Satz oder ein Wort oder mehrere Wörter runterbrechen können, um eben wie so eine Art Elevator Pitch raushauen zu können. Entweder nur für sich selbst, aber auch für andere Menschen, also dieses Warum zu kommunizieren. Genau, das ist das Erste. Dann ist sozusagen zur Gewohnheit werden zu lassen, also über eine Routine hin zur Gewohnheit, also diese typische Habit-Entwicklung, dass ich sage, ich setze es ganz bewusst irgendwo wieder im Alltag ein und verankere es.
00:29:28: Sprecher 2 Beispielsweise, dass ich das als Passwort festlege, wenn ich mich auf dem Rechner einlogge, oder als Passwort für meinen E-Mail-Account benutze. Also so eine Sachen, dieses Warum sich immer wieder sozusagen vor geistigem Auge halten Und einen ganz wichtigen Tipp, den ich vielen gebe, also gerade Unternehmern, ist, mit anderen Menschen, vor allen Dingen mit deinen Geschäftspartnern, mit deinem Team, über dieses Warum zu sprechen. Also anderen Menschen dieses Warum mitzugeben. Denn es gibt halt Situationen, normalerweise sollte dich dein Warum ziehen, ja, das ist also wie so ein Magnet. Aber es gibt halt auch mal Situationen im Leben, die halt nicht so gut laufen, ne? Wenn es der Familie nicht so gut läuft, die Gesundheit und und Und dann ist halt ein starkes Why, schiebt dich auch mal. Also ich hoffe, das ist so vom Bild her verständlich. Normalerweise zieht es einen, aber es kann einen auch mal anschieben in Situationen, die nicht ganz so gut sind. Und je mehr Leute oder je mehr Menschen um dich drumherum von deinem Warum wissen, desto stärker können sie dich auch mal unterstützen.
00:30:33: Sprecher 1 Ja, super, das sind auf jeden Fall richtig gute Tipps, die du uns jetzt hier gegeben hast. Ich würde so mal so langsam zur letzten Frage kommen. Du und deine Frau, ihr seid ja auch tief in dem Thema Mikronährstofftherapie drin. Also ihr coacht ja da auch viele Sportler auch und Unternehmer, und natürlich auch viele andere Personen. Welche Nährstoffe setzt ihr denn bewusst ein, gerade wenn es jetzt um das Thema Gehirngesundheit geht? Also jetzt, wenn es um das Thema Neuroinflammation geht, mit welchen Nährstoffen arbeitet ihr denn da Ja, und dann sozusagen auch einen positiven Effekt zu bekommen.
00:31:17: Sprecher 2 Ja, also es sind so 3 primär Mikronährstoffe oder Vitalstoffe, wie man so schön sagt. Es gibt natürlich unzählige mehr, aber die, auf die wir uns konzentrieren und vor allen Dingen die wir messen, das ist ja der ein Teil der Mikronährstofftherapie, sind eben Omega-3. Da schauen wir uns speziell das DHA an. Weil man kann im Prinzip sagen, das DHA ist so die Grundsubstanz oder der Baustoff, wenn man so will, für unser Gehirn. Dann natürlich Vitamin D3, immer in Kombination mit K2. Also ich, das vielleicht für die Zuhörer auch ganz wichtig, viele kennen ihren Vitamin-D-Wert, aber nicht ihren K2-Wert, und beide sind ganz, ganz wichtig als Synergisten. Und dann, was noch, vielleicht Was für manche relativ neu ist, tatsächlich Magnesium im Zusammenhang mit dem Gehirn. Aber das sind so die 3 Grundnährstoffe, sage ich mal, bzw. Mikronährstoffe. Was ich sehr interessant und spannend finde, aber wo ich selber auch noch an dem Prozess bin, mich näher reinzuarbeiten, ist die neuesten Studien und Zusammenhänge zu Kreatin. Viele kennen Kreatin im Bereich, ja, Krafttraining, Bodybuilding und Muskulatur, aber wir wissen immer mehr, dass es auch im Zusammenhang mit dem Gehirn super, super wichtig sein kann. Natürlich noch diverse andere, aber die Basics, wo ich sage, da sollte jeder Mensch, wenn wir über diese, ja, Gehirngesundheit reden, sollte jeder Mensch schauen, dass er gut versorgt ist: Omega-3, D3, K2 und Magnesium.
00:32:52: Sprecher 1 Ja, prima. Und letztendlich, die Basis ist natürlich dann unsere Ernährung. Bewegung und ja, Schlaf gehört natürlich auch noch dazu, haben wir jetzt nicht drüber gesprochen, aber Kreatin finde ich auch super spannend. Genau, du hast die Studien schon angesprochen. Das zeigt ja in den Studien, dass letztendlich ja die Energiebereitstellung ja auch verbessert wird in den Nervenzellen im Gehirn. Und da gibt es ja schon ganz gute Zusammenhänge, auch Thema mentale Gesundheit. Und finde ich auch super spannend. Und man sagt ja letztendlich auch, dass Kreatin doch ein gut untersuchtes Nahrungsergänzungsmittel ist. Aber hier schon mal gleich der Disclaimer: Immer Rücksprache halten mit dem Arzt, Ärztin oder halt auch mit einem Therapeuten oder mit deiner Therapeutin.
00:33:42: Sprecher 2 Der— sorry, dass ich dich unterbreche, aber natürlich das Allererste, und das ist auch Teil unseres Konzepts, wir nennen es die 3M, also messen, machen, messen. Eben das große Problem ist vor allen Dingen in der Vergangenheit, wenn Menschen auch schlechte Erfahrungen mit Nahrungsergänzungsmitteln gemacht haben, messen. Also das ist erstmal das Allerwichtigste, ne. Wir würden unser Auto auch nicht betanken, wenn wir nicht wüssten, dass die Anzeige vorher gezeigt hat, halb voll oder leer. Und das ist, glaube ich, so ein Riesen-Thema. Und da müssen wir auch, ja, wie soll ich sagen, vom Mindset her einfach so ein Mindset-Shift machen, dass wir sagen, hey, bevor wir anfangen, irgendwo in den Discounter zu rennen, weil auch da gibt es mittlerweile Nahrungsergänzungsmittel, oder in die Drogeriemärkte, die meiner Meinung nach da leider überbewertet werden in dem Fall. Lass dich messen, also geh zu deinem Therapeuten, Mikronährstofftherapeuten des Vertrauens, oder zu deinem Heilpraktiker, zu deinem Arzt. Aber bitte, bitte, bitte lass vorher deinen Status bestimmen, ne? Weil gerade im Bereich Omega-3 wissen wir, oder Vitamin D, das ist super, super wichtig, ist, dass du richtig eingestellt bist. Und die meisten Menschen, eben 9 von 10, im Bereich Omega-3 mit viel zu niedrigen Spiegeln unterwegs sind.
00:34:57: Sprecher 2 Und da haben wir den Vorteil im deutschsprachigen Raum, wir haben den Professor Dr. Schaki aus München, der sozusagen da eine absolute, ja, wie soll ich sagen, Referenz ist weltweit. Und wir einfach durch Millionen von Tests mittlerweile wissen, dass wir halt unterversorgt sind, was mit der Qualität unserer Nahrungsmittel zu tun hat. Aber wenn wir eben auf Spiegel von 8 bis 11% kommen, wir beispielsweise, und das ist jetzt Bereich Longevity, wo wir unterwegs sind, interessant, sagen 3 bis 8 Jahre mehr Lebenszeit, gesunde Lebenszeit. Das ist brutal. Also selbst wenn man nur 3 Jahre mehr nimmt, sollte man darüber nachdenken.
00:35:39: Sprecher 1 Absolut. Und vor allen Dingen, da kann man ja auch wieder den Kreis bilden zur artgerechten Ernährung. Wir haben ja viel Fisch gegessen, viel Meeresfrüchte, ja. Letztendlich war es dann doch nicht so gefährlich, mal mit der Hand durchs Wasser zu gehen, ein paar Muscheln rauszuholen und aus dem Wasser, als jetzt jagen zu gehen.
00:36:03: Sprecher 2 Und ich denke, damit schließt sich ja letztendlich auch der Kreis wieder zurück zu unserer artgerechten Ernährung, dass wir doch viel, viel mehr Fisch, Meeresfrüchte gegessen haben und dadurch halt auch genug Omega-3-Fettsäuren, vor allen Dingen DHA und EPA, ja zu uns genommen Sehen wir ja auch, dass jetzt in der Medizin 2.0 oder eben in der Präventionsmedizin immer mehr von Fischern und Sammlern gesprochen wird, also gar nicht mehr, wie wir es bisher gemacht haben, von Jägern und Sammlern, weil wir eben wieder durch die Wissenschaft jetzt wissen, hey, wir haben uns doch eher von aquatischen, vor allen Dingen fetten, ernährt. Und man sieht das ja auch einfach bei der Menschheitsentwicklung, wenn man sieht, wo wir gesiedelt haben, das war meistens in der Nähe von Gewässern. Und du als KI-Therapeutin weißt es ja auch, also da ist es auch ein zentrales Thema. Und es ist einfach so, wir haben jetzt das Wissen und das ist jetzt das Entscheidende, aber wir müssen es umsetzen. Und dabei hilft uns das Why. Also das schließt den Kreis dann, glaube ich, wieder ganz gut.
00:37:05: Sprecher 1 Ja, das ist ja auch ein großer Punkt in der klinischen Psychoneuroimmunologie, dass wir sagen, vor allen Dingen auch, was sehr, oder was sehr wichtig sind, sind diese Deep Learnings, ja, dass wir verstehen, warum wir das machen. Und da kommt ja das Why letztendlich auch wieder vor. Ach Stefan, das war schön. Du hast uns so viele wichtige Informationen heute mitgegeben und vor allen Dingen auch sehr gute Tipps. Ich würde einfach mal in den Shownotes, ja, deine Firma verlinken. Da findet ihr dann auch den Stefan Liebezeit, wenn ihr da auch einfach mehr Informationen haben möchtet oder auch mit ihm Kontakt aufnehmen möchtet. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass du heute wieder eingeschaltet hast, und ich wünsche dir jetzt erstmal einen schönen Tag bzw. einen schönen Abend und bedanke mich bei dir, Stefan, dass du dir heute Zeit genommen hast. Und ja, lasst es euch gut gehen, bleibt gesund und bis bald, eure Uta Pettino.
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