Nr. 14. - 95 Prozent deines Serotonins entstehen im Darm
Shownotes
n dieser Folge 00:00 – Intro: Die Frage, die fast jeder falsch beantwortet 01:30 – Was Serotonin wirklich ist und was es nicht ist 03:40 – Warum Darmserotonin das Gehirn nie direkt erreicht 04:50 – Wie Serotonin entsteht: Tryptophan, Kofaktoren, Blut-Hirn-Schranke 06:30 – Was die Serotoninsynthese stören kann: Mikronährstoffe, Licht, Stress 09:50 – Was Darmserotonin trotzdem tut: Vagusnerv, Immunsystem, Mikrobiom 13:00 – Serotonin und biologisches Altern: Schlaf, Melatonin und Entzündungsmechanismen 14:30 – Fünf Ansätze für den Alltag 17:30 – Zusammenfassung & Outro
Erwähnte Studie Yano et al. (2015): „Indigenous Bacteria from the Gut Microbiota Regulate Host Serotonin Biosynthesis“ – Cell, 161(2), 264–276. Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Darmbakterien und der Serotoninproduktion im Darm bei Mausmodellen.
Fünf Ansätze aus der Forschung • Tryptophanreiche Lebensmittel (z. B. Eier, Linsen, Kürbiskerne, Nüsse, Lachs) möglicherweise mit komplexen Kohlenhydraten kombinieren • Morgens natürliches Licht in den ersten 30–60 Minuten nach dem Aufwachen • Ferritin und Transferrinsättigung im Blutbild zusätzlich zum Standard bestimmen lassen • Ballaststoffe aus Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn als Basis • Chronischen Stress als biochemisch relevanten Faktor ernst nehmen
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WICHTIGER HINWEIS: Die Inhalte dieser Podcast-Folge dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Sie stellen keine medizinische Beratung, keine ärztliche Diagnose und keine Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht den Rat oder die Behandlung durch qualifizierte Ärztinnen, Ärzte oder andere Angehörige von Gesundheitsberufen.
Alle in dieser Folge erwähnten Forschungsergebnisse, Studien und wissenschaftlichen Zusammenhänge werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nach bestem Wissen dargestellt. Sie beziehen sich auf den aktuellen Stand der Forschung und können sich ändern. Einzelne Studienergebnisse sind nicht zwingend auf jeden Menschen übertragbar.
Die vorgestellten Alltagsansätze basieren auf aktuellen Forschungserkenntnissen. Sie können individuelle ärztliche oder therapeutische Maßnahmen nicht ersetzen. Bitte spreche gesundheitliche Fragen, insbesondere vor Veränderungen deiner Ernährung, deines Lebensstils oder vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, immer mit einer ärztlichen Fachkraft deines Vertrauens ab.
Es werden keine Heilversprechen gemacht. Die Inhalte wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, jedoch wird keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Informationen übernommen.
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Uta Pittino: Ich starte heute mit einer Frage, die fast jeder falsch beantwortet. Wo in deinem Körper entsteht Serotonin? Die meisten sagen spontan im Gehirn. Das Glückshormon, das da oben sitzt und gute Laune macht. Aber das stimmt so nicht. Rund 95 Prozent des Serotonins in deinem Körper entstehen nicht im Gehirn, sondern im Darm. Wenn du einmal verstanden hast, was das bedeutet, eröffnet sich ein neuer Blick. auf die Zusammenhänge rund Schlaf, das, was chronischer Stress biochemisch auslösen kann und auf die Rolle, die deine tägliche Ernährung dabei spielen kann. Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Folge in meinem Podcast. Ich freue mich sehr, dass du auch heute wieder eingeschaltet hast. In dieser Folge schauen wir uns gemeinsam an, was Serotonin wirklich ist, wie es in deinem Körper entsteht, was diese Produktion stört und was du ganz konkret für deinen Alltag daraus mitnehmen kannst. Lass uns zuerst das Bild gerade rücken, das die meisten Menschen von Serotonin im Kopf haben. Serotonin ist gleich Glück, gute Laune, manche denken aber auch vielleicht an Antidepressiva und das ist die verbreitete Assoziation von diesen drei.
Uta Pittino: Lass uns zuerst das Bild gerade rücken, das die meisten Menschen von Serotonin im Kopf haben. Serotonin gleich Glück, gute Laune, das ist die verbreitete Assoziation. Und sie ist nicht komplett falsch, aber sie zeigt nur einen kleinen Ausschnitt davon, was Serotonin in deinem Körper tatsächlich leistet. Serotonin ist ein Botenstoff, ein sogenannter Neurotransmitter. Das bedeutet, er überträgt Signale zwischen Nervenzellen, und ist an einer ganzen Reihe von Körperfunktionen beteiligt. An Schlaf und Appetit, an Stimmung und Schmerzwahrnehmung und was viele überrascht auch an der Bewegung des Darms. In der Forschung wird Serotonin weniger als Glücksscheiter beschrieben und mehr als ein regulierender Faktor, der an emotionaler Stabilität und Impulskontrolle beteiligt ist. Das hat eine praktische Relevanz, Wenn das Serotoninsystem aus dem Gleichgewicht gerät, zeigt sich das in der Forschung eben nicht nur als schlechte Laune. Es wird auch in Zusammenhang gebracht mit Schlafproblemen, mit Erschöpfung und mit dem Gefühl, sich nicht mehr gut selbst regulieren zu können. Schlaf, Stressresilienz und Immunfunktion, das sind keine Randthemen, wenn es langfristige Gesundheit geht. Sie stehen in der Forschung in engen Zusammenhang mit biologischen Eiterungsprozessen. Und Serotonin ist an all diesen Bereichen mit beteiligt. Kommen wir zurück zu dieser Zahl, 95 Prozent im Darm. Vielleicht fragst du dich jetzt, wenn so viel Serotonin im Darm sitzt, warum kann es nicht einfach ins Gehirn wandern und dort wirken? Weil das Gehirn das nicht zulässt. Zwischen deinem Blutkreislauf und deinem Gehirn gibt es eine Schutzbarriere, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke. Sie kontrolliert sehr genau, welche Stoffe ins Gehirn gelangen dürfen und Serotonin gehört nicht dazu. Das bedeutet, das Serotonin, das in deinem Darm entsteht, erreicht dein Gehirn nie direkt. Das Gehirn muss seinen Serotoninbedarf vollständig selbst produzieren, aus einem Rohstoff, der über die Nahrung in den Körper kommt. Wie genau das funktioniert, schauen wir uns gleich an.
Uta Pittino: und was das Darmserotonin trotzdem leistet, obwohl das Gehirn nie direkt erreicht.
Uta Pittino: Wie genau das funktioniert, schauen wir uns gleich an. Und was das Darm Serotonin trotzdem leistet, obwohl es das Gehirn nie direkt erreicht. Auch das erkläre ich dir in dieser Folge. Der Rohstoff, aus dem dein Gehirn Serotonin herstellt, heißt Tryptophan. Tryptophan ist eine Aminosäure, also ein Eiweißbaustein, den dein Körper nicht selbst produzieren kann. Du bist darauf angewiesen, ihn über die Nahrung aufzunehmen. Besonders gute Quellen sind Eier, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne, Nüsse und auch Lachs. Aus Tryptophan wird Serotonin in zwei enzymatischen Schritten gebildet. Beide Schritte bauen so genutzt. Beide Schritte brauchen sogenannte Co-Faktoren, also Hilfsstoffe, ohne die die Enzyme nicht arbeiten können. Zu den Co-Faktoren gehören Eisen, Sauerstoff und Vitamin B6. Und jetzt kommt etwas, das viele unterschätzen. Selbst wenn du ausreichend Tryptophan über die Nahrung aufnimmst, heißt das noch nicht, dass dieser Rohstoff auch in deinem Gehirn ankommt. ins Gehirn zu gelangen, muss Tryptophan die Bluthirnschranke passieren. Und an dieser Schranke gibt es nur begrenzte Transportplätze. Diese Plätze teilt Tryptophan mit anderen Aminosäuren. Die Aufnahme hängt davon ab, welche Aminosäure gerade in der höchsten Konzentration im Blut vorliegt. Stellt ihr eine Sicherheitskontrolle am Flughafen vor, bei der alle zur gleichen Zeit durchwollen. Wer in der Überzahl ist, kommt schneller durch. In eiweißreichen Mahlzeiten wie Fleisch, Eiern oder Käse sind bestimmte Konkurrenzaminosäuren deutlich höher konzentriert als das Tryptophan selbst. Das kann die Verfügbarkeit von Tryptophan an der Schranke verringern. Interessant wird es mit Kohlenhydraten. Die Forschung zeigt, Kohlenhydrate führen zu einer Insulinausschüttung. Insulin kann genau diese Konkurrenzaminosäuren bevorzugt ins Muskelgewebe befördern.
Uta Pittino: Das könnte Tryptophan mehr Raum geben, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Das ist keine Empfehlung, auf einmal mehr Kohlenhydrate zu essen, aber es zeigt, dass die Kombination aus tryptophanreichen Lebensmitteln und komplexen Kohlenhydraten die Tryptophan-Verfügbarkeit im Gehirn unterstützen kann. Die Serotoninsynthese läuft nicht automatisch.
Uta Pittino: Die Serotoninsynthese läuft nicht automatisch reibungslos. Es gibt Faktoren in der Forschung, die mit ihrer Verfügbarkeit in Zusammenhang stehen und auf die du im Alltag Einfluss nehmen kannst. Drei davon möchte ich dir hier heute vorstellen. Der erste Faktor Mikronährstoffmenge. Eisen und Vitamin B6 sind Co-Faktoren in der Serotoninsynthese. Sie sind nicht ausreichend vorhanden.
Uta Pittino: Sind sie nicht ausreichend vorhanden, könnte die Produktion weniger reibungslos verlaufen. Was ich in meiner täglichen Arbeit sehe,
Uta Pittino: Der erste Faktor Mikronährstoffmängel. Eisen und Vitamin B6 sind Co-Faktoren in der Serotoninsynthese. Sie sind nicht ausreichend vorhanden, könnte
Uta Pittino: Der erste Faktor Mikronährstoffmängel. Eisen und Vitamin B6 sind Co-Faktoren in der Serotoninsynthese. Sind sie nicht ausreichend verhandeln, könnte die Produktion weniger reibungslos verlaufen. Was ich in meiner täglichen Arbeit immer wieder sehe, ein leichter Eisenmangel fällt im normalen Blutbild häufig gar nicht auf. Denn Parameter wie Ferritin und Transferin-Sättigung werden im Routine-Blutbild oft nicht standardmäßig mitbestimmt. Und genau dieser subklinische Mange ist in der Forschung assoziiert mit veränderter Neurotransmitterbildung. Der zweite Faktor Licht und Bewegung. Natürliches Licht am Morgen ist in Studien assoziiert mit erhöhter Serotoninaktivität im Gehirn und auch regelmäßige aerobe Bewegung, also Grundlagenausdauer, steht in der Forschung konsistent mit günstigeren Serotoninverfügbarkeit im Zusammenhang. Das Schöne daran, beides kostet nichts. und lässt sich auch sofort umsetzen. Der dritte Faktor, und dieser überrascht viele, ist chronischer Stress. Wenn du dauerhaft unter Druck stehst, aktiviert dein Körper sein Stresssystem. Kurzfristig ist das eine sinnvolle biologische Reaktion. Bleibt dieses System aber dauerhaft aktiviert, wird es in der Forschung mit einer erhöhten Ausschüttung von Entzündungsbrotstoffen wie Interleukin 6 oder auch TNF-Alpha in Zusammenhang gebracht. Und diese Brotenstoffe können ein Enzym aktivieren, das Tryptophan möglicherweise in einen anderen Stoffwechselweg umleitet, weg von der Serotoninsynthese. In der Forschung oder auch in der funktionellen Medizin hat dieses Phänomen sogar einen eigenen Namen, Tryptophan-Stealing. Der Rohstoff für Serotonin wird buchstäblich umgeleitet. Chronischer Stress kann damit die Verfügbarkeit des Serotonin Vorläuvers reduzieren. So zeigen es die Daten und auch die Forschung. Das könnte auch erklären, warum Stress, Schlafprobleme und emotionale Dysregulation so häufig gemeinsam auftreten können. In der Forschung werden sie über diese Mechanismus biochemisch miteinander in Zusammenhang gebracht.
Uta Pittino: Ich hatte versprochen, dir zu erklären, warum das Serotonin im Darm relevant ist, obwohl es das Gehirn nie direkt erreicht. Die Antwort liegt in einem faszinierenden Kommunikationssystem, das man die Damen-Hirn-Achse auch nennt. Dein Darm und dein Gehirn stehen über dieses System in ständigem Kontakt und Serotonin spielt darin eine wesentliche Rolle. Der wichtigste Weg führt über den Vagusnerv. Das ist ein langer Nerv. der deine inneren Organe direkt mit dem Hirnstamm verbindet. Darmserotonin stimuliert die Nervenendigung dieses Nerves. Das Signee läuft dann als elektrischer Impuls nach oben ins Gehirn, nicht als Molekül, sondern als Information. Was viele dabei nicht wissen, der Vagusnerv besteht zu 80 Prozent aus Fasern, die Informationen vom Körper zum Gehirn leiten. Nur 20 Prozent laufen in die entgegengesetzte Richtung. was viele dabei nicht wissen, dass der Vagusnerv... Was viele dabei nicht wissen, der Vagusnerv besteht zu rund 80 % aus Fasern, die in Formation vom Körper zum Gehirn leiden. Nur 20 % laufen in die entgegengesetzte Richtung. Dein Körperinneres kommuniziert also deutlich mehr mit deinem Kopf, als dein Kopf mit deinem Körperinneren. Darüber hinaus steht Darmserotonin in Zusammenhang mit Immunzellen, die an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt sein können. Auch das ist ein Weg, den das Darmserotonin mit dem übergeordneten Geschehen in deinem Körper verknüpft sein kann. Und dann ist da noch ein Aspekt, ich besonders bemerkenswert finde. 2015 erschien im renommierten Fachjournal Cell eine Studie, die zeigte, dass Mäuse ohne Darmbakterien rund 60 Prozent weniger Serotonin im Darm produzieren als Mäuse mit einem normalen Mikropium.
Uta Pittino: Sobald man ihnen bestimmte Bakterien zugeführt hat, stieg die Serotoninproduktion wieder an. Der Mechanismus dahinter, bestimmte Darmbakterien bauen Ballaststoffe ab und produzieren dabei eine Fettsäure namens Pythorat. Pythorat könnte in der Darmwand das Enzym aktivieren, das an der Serotonin-Synthese im Darm beteiligt ist. Was du isst, steht im Zusammenhang mit deinem Mikropium. Dein Mikropium steht in Zusammenhalt mit deiner Damen-Syrotonin-Produktion bzw. kann im Zusammenhang stehen. Was du isst, in Zusammenhang mit deinem Mikropium. Dein Mikropium kann in Zusammenhang stehen mit deiner Darmserotoninproduktion. Dein Darmserotonin kommuniziert über den Vargusnerv und Immunsystem mit deinem Gehirn. Diese Kette zeigt, wie eng Ernährung und Wohlbefinden in der Forschung miteinander assoziiert sind. Warum ist das alles für dein biologisches Eid dann relevant? Der direkteste Zusammenhang führt über den Schlaf. Serotonin ist nämlich die direkte Vorstufe von Melatonin, dem Hormon, das deinen Schlaf einleitet. Wenn es abends dunkel wird, wandelt es eine kleine Tröse in deinem Gehirn, die sogenannte Zirbeltröse, serotonin enzymatisch in Melatonin Dieser Prozess setzt aber voraus, dass tagsüber genügend Serotonin verfügbar war. Eine niedrige Serotoninverfügbarkeit über den Tag ist in der wissenschaftlichen Literatur assoziiert mit veränderter Melatoninbildung und damit mit der Schlafqualität.
Uta Pittino: Eine niedrige Serotonin-Verfügbarkeit über den Tag ist in der wissenschaftlichen Literatur assoziiert mit veränderter Melatoninbildung und damit
Uta Pittino: Eine niedrige Serotoninverfügbarkeit über den Tag ist in der wissenschaftlichen Literatur assoziiert mit veränderter Melatoninbildung und damit mit Schlafqualität. Und chronisch gestörter Schlaf steht in der Forschung konsistent in Zusammenhang mit beschleunigten biologischen Alterungsprozessen. Weil Schlaf gerade so ein zentrales Thema ist. Am 24. April starte ich mein kostenfreies Ihr ist dreitiges Schlafelbiner. An drei Amlen schauen wir uns genau das an. Was in deinem Körper beim Schlafen passiert, warum Schlaf in der Forschung so eng mit biologischen Alterungsprozessen assoziiert ist und was du ganz konkret tun kannst, ihn zu verbessern. Den Link zur Anmeldung findest du in den Show Notes. Serotonin wird darüber hinaus über den Tryptophan-Steeling-Mechanismus in der Forschung mit chronischer, niedriggradiger Entzündung in Zusammenhang gebracht. Und diese Art von Entzündung geht heute als einer der zentralen Alterungsmechanismen, die die Wissenschaft kennt. Ich sage das in jeder Folge. Es geht nicht die Zahl der Jahre, es geht die Qualität dieser Jahre, Energie, Klarheit und Resilienz. und Serotonin steckt mitten in diesem Bild. Ich möchte diese Folge nicht mit Theorie beenden. Hier sind fünf Dinge, die du konkret umsetzen kannst. Erstens ist Tryptophan reich und kombiniere klug. Lebensmittel wie Eier, Linsen, Kürbiskerne, Nüsse und Lachs sind gute Tryptophan-Quellen. Kombinierst du sie mit komplexen Kohlenhydraten, kann das die Verfügbarkeit von Tryptophan im Gehirn unterstützen. weil Insulin die Konkurrenzaminosäuren bevorzugt ins Muskelgewebe befördern kann. Zweitens, geh morgens raus. Natürliches Licht in den ersten 30 bis 60 Minuten nach dem Aufwachen ist in Studien assoziiert mit erhöhter Serotonin-Aktivität im Gehirn. Weil Serotonin die Vorstufe von Melatonin ist, steht morgen Licht.
Uta Pittino: Und weil Serotonin die Vorstellung für Melatonin ist, steht morgen Licht über diesem Weg auch mit der amtlichen Melatoninbildung im Zusammenhang. Drittens, lasst sein Blutbild erweitern. Bitte deinen Arzt oder deine Ärztin neben den Standardblutbild auch Ferritin und Transferinensättigung mit zu bestimmen. Ein leichter Eisenmangel fällt sonst oft nicht auf, obwohl er in der Forschung mit veränderter Neurotransmittersynthese assoziiert ist. Viertens, Ballerstoffe als Selbstverständlichkeit. Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern das Produkt für die Bakterien, Biturat produzieren. Biturat ist in der Forschung assoziiert mit der Aktivierung der Serotoninsynthese in der Darmwand. Was du für dein Mikropium tust, steht damit gleichzeitig mit deinem Serotoninsystem im Zusammenhang. Fünftens, nimm chronischem Stress ernst, nicht als Charaktermerkmal und nicht als unvermeidlichen Begleiter, sondern als biochemischen Faktor, der über den Tryptophan-Steeling-Mechanismus die Verfügbarkeit deines Serotonin-Rohstoffs reduzieren kann. Erholung und ausreichender Schlaf sind keine Belohnung für produktive Tage. In der Forschung werden sie als physiologische Grundlage beschrieben, die mit Stressresilienz, Regeneration und langfristiger Gesundheit assoziiert ist. Was nimmst du nun aus dieser Folge mit? Zeroturnin ist kein Glückshormon, das einfach oben im Gehirn sitzt und gute Laune macht. Es ist ein Botenstoff, der an Schlaf, Stimmungsregulation, Immunfunktion und Stressresilienz beteiligt ist. Und er entsteht zu einem überwiegenden Teil in deinem Darm. Nicht im Kopf, sondern im Darm. Und was du jeden Tag tust, steht im Zusammenhang damit, was du...
Uta Pittino: Und was du jeden Tag tust, in Zusammenhang damit, was du isst, wie viel natürliches Licht du bekommst, wie du mit Stress umgehst, wie du schläfst.
Uta Pittino: Was nimmst du aus dieser Folge mit? Serotonin ist kein Glückshormon, das einfach oben im Gehirn sitzt und gute Laune macht. Es ist ein Botenstoff, der an Schlaf, Stimmungsregulation, Immunfunktion und Stressresilienz beteiligt ist. Und er steht und er entsteht zu einem überwiegenden Teil in deinem Darm. Denn was du jeden Tag tust, in Zusammenhang damit, was du isst, wie viel natürliches Licht du bekommst, wie du mit Stress umgehst, wie du schläfst. Das sind keine kleinen Stellschrauben, das ist Biochemie, die mit deinem Alltag verknüpft ist. Wenn du heute Abend schlafen gehst und morgen früh als erstes nach draußen gehst, weißt du jetzt, welche Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen könnten. Wenn dir diese Folge etwas gebracht hat, Teilt ihr sie gerne mit jemandem, dem sie ebenfalls nutzen könnte. Ich wünsche dir jetzt auf jeden Fall erstmal einen schönen Tag oder auch einen schönen Abend. Ich habe mich sehr gefreut, dass du auch heute wieder eingeschalten hast. Lass es dir gut gehen, bleib gesund und bis bald, deine Uta Petino.
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